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Abschied vom „Hafenkonzert“ von Radio Bremen

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Am Sonntag, den 26. Mai, waren wir zu Gast beim Hafenkonzert von Radio Bremen. Eine unglaublich charmante, old fashion Radioshow des Bremer Senders.

Es gibt kaum einen Bremer, der nicht schon als Kind mit seinen Eltern am Sonntagsfrühstückstisch diese Sendung verfolgt hat. Das Hafenkonzert von Radio Bremen gibt es schon seit vielen Jahrzehnten und das Programm ist eine schöne Mischung aus Livemusik und Talkshow. Immer standen, neben anderen, die maritimen Themen - und die Musik der Küste im Mittelpunkt. Ich glaube, dass nur der NDR in Hamburg mit seinem sonntäglichen „Hafenkonzert“ auf eine längere Tradition zurückblicken kann.

Die Macher der Sendung produzieren die Live – Show nicht nur im Funkhaus in Bremen, sondern gehen auch an besondere Orte in Bremen oder ins Umland. Am 26. Mai waren wir, zusammen mit den Kollegen des Senders, zu Besuch im ostfriesischen Ditzum an der Ems. Ich war glücklich darüber, mit meinem Bremer „Heimatsender“ in meine alte Heimat zurückzukehren. Wir waren nun schon öfter Gäste des Hafenkonzertes und immer war es natürlich ein besonderer Auftritt für uns, man ist ja nicht alle Tage in einer Livesendung. Dieses Mal war es aber eine ganz besondere Geschichte. Nicht nur wegen des Spielortes. Im Laufe der zweistündigen Liveübertragung sickerte langsam durch, dass die nächste Show im Oktober das Ende einer großartigen Ära bedeuten soll. Als der Moderator Günter Meier in seiner Abmoderation das baldige Ende offiziell verkündet hatte, gab es sicher viele in der Crew und im Publikum, die eine große Wehmut überkam. Mein Abschied von den Kollegen der Redaktion und von den tollen Leuten aus der Technik war nun nicht, wie sonst üblich, „auf ein nächstes Mal“. Auch deshalb war meine Wehmut besonders groß. Es stirbt nun bald eine Sendung, die, auch wenn sie ein bisschen wie ein Relikt aus einer anderen Zeit daher kommt, dem Bremer Sender doch ein besonderes Profil gegeben hat. Von dem „Einheitsgedudel“ der üblichen Radiosendungen, mit ihren Hits in der Dauerschleife, unterscheidet sich das schöne, altmodische Hafenkonzert besonders wohltuend. Es geht ein Kulturgut verloren, das auf seine eigene Art für eine regionale Identifikation gesorgt hat. Ich bin traurig über diese Entwicklung.

Seit heute finde ich ein wenig Trost in dem glücklichen Umstand, dass Matthias, Ralf und ich jetzt auch bei der letzten Sendung als musikalische Gäste anwesend sein werden. Heute, am Montag den 27. Mai, haben wir von Christan Höltge, dem musikalischen Leiter der Sendung, nicht nur eine Dankesmail für unseren letzten Auftritt bekommen, die Mail war verbunden mit einer Einladung zur letzten Show. So wird es glücklicherweise noch einmal ein Wiedersehen mit den Kollegen geben und der endgültige Abschied wird erst am 27. Oktober erfolgen. Ich freue mich ganz besonders und bin stolz, dass ich nun als Akteur beim Abschied dabei sein darf.

 

Begrüßung

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                                                                   Aktuelle CD "Stein aus Gold" (2012)

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Im Jahre 2005 schrieb ich, ohne große Ambitionen, meinen ersten Song. Meine musikalischen Vorlieben lagen schon immer im Bereich Singer/Songwriter. So ist es nicht verwunderlich, dass ich mich an einem Folk-Song versucht habe.
Meine Muttersprache ist Plattdeutsch und ich hatte Lust, diese Sprache für einen Liedtext zu nutzen. Der Klang meiner ostfriesisch-plattdeutschen Muttersprache ist verwandt mit vielen  Sprachen entlang der Nordseeküste. Daraus ergibt sich dann wohl auch, dass meine - oder besser unsere Songs ein wenig an irische, schottische – oder skandinavische Folksongs erinnern. Thematisch sind die Lieder naturgemäß eher im deutschen Norden – und oft am Meer verortet.
Ich sage unsere Lieder, weil  nach der ersten CD „In't blaue Lücht van d' Nörden“, die ich noch alleine verantwortete, die weiteren CDs allesamt Bandproduktionen waren.
2007 haben Matthias Malcher, Ralf Strotmann und ich, das „Otto Groote Ensemble“ gegründet. Seither entwickeln wir unsere Lieder gemeinsam, auch wenn jeder in der Band seinen Schwerpunkt in der gemeinsamen  Arbeit hat. Ralf, unser Bassist und Harmoniesänger, ist der Mann für die Rhythmik und ein hervorragender Arrangeur für unsere Gesangssätze.
Matthias ist der Gitarrist, Banjospieler und Harmoniesänger in unserer Formation. Ohne seine Arbeit als Produzent und Soundmann im Studio wären die vier CDs, die wir bis jetzt gemacht haben, nie entstanden. Seit einiger Zeit steuert  Matthias auch noch einen Teil der Texte für die Lieder bei.
Mich kann man wohl ganz klassisch als Singer/Songwriter bezeichnen. Ich bin zuständig für Gesang, Gitarre, Songauswahl und das Lieder machen.  
War mir am Anfang nicht klar, was ich mit meinem Tun eigentlich erreichen wollte, so weiß ich es heute umso besser. Die Musik gibt mir die Möglichkeit mit Menschen in Kontakt zu kommen, die ich sonst sicher nie treffen würde. Zusammen mit meinen Kollegen kann ich musikalische Ideen entwickeln und umsetzen.  Mit dem Liedermachen, Gitarrenspiel und meinem Gesang erfülle ich mir mein starkes Bedürfnis nach kreativem Tun und bin dabei eigentlich immer auf der Suche nach Wahrhaftigkeit. Wenn ich einen Song singe, will ich das so ehrlich wie es mir möglich ist machen. Ein Sänger kann mit seiner Stimme auf viele technische Mittel zurückgreifen und die Art der Interpretation  kann Inhalte auf den Kopf stellen. Ich singe eigentlich immer nur den Song. Mit gebührender Distanz und ohne artifizieller Stimmtechnik. Ich mag besonders die einfachen, „ehrlichen“ Lieder. Die einem mit einem klaren Bild und einer einfachen Melodie berühren. Die plattdeutsche Sprache war – und ist für diese Art von Liedern ein sehr geeignetes Mittel. Ein Lied in hochdeutscher Sprache stellt ganz andere Anforderungen. Über die ersten Aufnahmen unserer neuen Songs war ich erstaunt.  Sehr befremdet stellte ich fest, dass ich meinen Gesang auf Hochdeutsch als gekünstelt empfand. Erst nach langer und konzentrierter Arbeit ist es mir gelungen, den Liedern einen eigenen Klang zu geben. Soll heißen: Ich konnte mich in der Art des Singens irgendwann wieder selber erkennen.
Zwischen den  Liedern auf Hochdeutsch und den plattdeutschen Songs ist für mich nun kein Bruch mehr. Auch wenn sie sich naturgemäß unterscheiden. Ein Text auf Hochdeutsch malt auf eine andere Art ein Bild als ein Text auf Platt. Mit den Songs von unserer neuen CD „ Stein aus Gold“ haben wir, so denke ich, unsere Palette sehr gut erweitert.

 

Ich wünsch mir, du wärst hier

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Das Otto Groote Ensemble zu Gast bei Dirk Meißner in der Sendung Ansichten von Radio Bremen

   

RTV Noord: Iesmeerwellen

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Das Otto Groote Ensemble zu Gast bei Henk Scholte von RTV Noord in seiner Sendung "Deuntjes en Proatjes", Winter 2007

 

Rezension in der "Folkworld"

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Es gibt einige Besprechungen unserer CDs. Die für uns schönste war auf der Internetplattform „Folkworld“. Hiermit sage ich nochmals Dank für diese schöne Rezension. 

Kritik: www.folkworld.de Fühjahr 2010


Otto Groote Ensemble "De anner Steerns an d' Heven"
Label: GMS; 14 Tracks; 53:05 min; 2009.

Bei mancher Musik sollte sich der Rezensent still zurück lehnen und sich auf die eine wesentliche Aussage beschränken. In diesem Fall lautet sie: Otto Grootes Lieder sind zu Tränen rührend schön.
Da man dabei weder dem Musiker, noch denen gerecht wird, die etwas über die Musik erfahren wollen, müssen es manchmal mehr Worte sein, als nach dem Anhören der Musik nötig wären.
Otto Groote kultiviert seit Jahren das norddeutsche Liedgut, singt auf Plattdeutsch Lieder, die nach melancholischer, aber freundlicher Erinnerung klingen, versöhnlich und voller Wärme. "De anner Steens an d' Heven" ist Musik nördlicher Meeresanrainer, eine Melange aus amerikanischem Songwritermaterial, Liedern, die zwischen keltischem Klassikern und Shantischunklern hin und her gerissen sind und manchmal unverkennbar skandinavische Züge aufweisen. Die beste Musik für Meeresrauschen und Rollkragenpullover. Groote zitiert sentimentales Seemansgarn, wie Brels "Amsterdam" so schön, wie Brel es nur selten vermochte. Nicht so energisch, nicht so verloren, doch nachdenklich und mit mildem, versöhnlichen Klang. Goethes "König von Thule" in der musikalischen Form Carl Friedrich Zelters besitzt ins Plattdeutsche übersetzt eine beschwörend spätmittelalterliche Klangfarbe. Richard Thompsons "Waltzing for Dreamers" gehört zu den schönsten Interpretationen, die die CD aufweist.
Doch bei aller bewundernswerter Bearbeitung der Texte und Musiken anderer Künstler erweisen sich die eigenen Lieder Grootes als die zweifellos eindringlichsten Momente auf dieser Platte. "Ik stah van feern" ist ein wunderschönes Liebeslied, das man auch dann noch versteht, wenn einem alles Plattdeutsche wie Swahilli erscheint. Die wenigen Worte und die schwelgerische Musik sprechen für sich.
Das am Ende des Albums leise erwachende "Iesmeerwellen" ist musikalische Erholung von höchster Qualität. Ein knapp vierminütiger Nordseestrandurlaub, der ein ganzes Jahr Alltagsstress wie Schnee bei Tauwetter vom Dach rutschen lässt. 

Groote Ensemble "De anner Steerns an d' Heven"

   
   
| Freitag, 14. Juni 2013 || Designed by: LernVid.com |
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